Da plant man monatelang das Festivalwochenende – von der Anreise, über Gepäck, Vorräte, Top Acts… und dann stellt sich heraus, dass der Zeltplatz absoluter Mist und das eigentlich perfekte Wochenende doch gar nicht mehr so perfekt ist, wie erhofft. Also: Augen auf bei der Zeltplatzwahl! Unsere 6 Tipps helfen euch dabei, die klassischen Fehler bei der Zeltplatzsuche zu vermeiden und den perfekten Ort für euer Festivallager zu finden.

Nr. 1: Der frühe Vogel kann dich mal?
Hat nur indirekt mit der eigentlichen Zeltplatzsuche zu tun, macht aber tierisch viel Sinn: Wer früh da ist, hat mehr Auswahl und muss nicht ewig suchen, um noch das letzte freie Plätzchen auf dem Gelände zu ergattern. Wer es sich erlauben kann, kommt also am besten schon Donnerstagmittag und nicht erst kurz vor Konzertbeginn. So habt ihr zwar die Qual der Wahl, könnt euch aber nach Herzenslust ausbreiten und schon mal eure Nachbarschaft auschecken!

Nr. 2: Don´t camp next to Dixies!
Kurz vorm Einschlafen nochmal eben ums Eck! Ja, das klingt verlockend. Praktisch ist es also allemal, das eigene Zelt im Dixie-Radius zu platzieren. Aber ist das wirklich zu clever? Wir sagen NEIN! Neben den Dixies zu campen ist niemals eine gute Idee, da es a) an Tag 2 schon bestialisch stinkt b) andere Festivalbesucher immer für ein Grundrauschen sorgen und c) ebendiese auch gerne mal Dixies umschubsen. Also lieber gesunden Abstand zur blauen Reihe halten, ein paar Schritte mehr in Kauf nehmen aber dafür ohne Nasenklammer und Ohropax durchs Wochenende kommen.

Nr. 3: Keine Höhle – keine Gräben!
Okay, wenn ihr nicht gerade auf einem Hobbit Festival unterwegs seid, gibt es Höhlen eher selten auf Festivals, Gräben jedoch relativ häufig! Der Gedanke etwas geschützter und abgeschottet von den anderen zu liegen, ist zwar sehr nett, in der Realität hinkt die Idee jedoch. Binnen kürzester Zeit werdet ihr feststellen, dass sich einfach alles im Graben ansammelt: Das Wasser vom ersten heftigen Regenschauer, der Müll euer Nachbarn oder sogar euer Nachbar, der im Dunkeln den Graben einfach nicht gesehen hat. Unsere Empfehlung: Sucht euch einen möglichst ebenen Untergrund, damit ihr die Festivalnächte möglichst störfrei, trocken und ohne Rückenschmerzen übersteht

Nr. 4: Gesundes Mittelmaß
Bei den meisten Festivals befinden sich die Zeltplätze in direkter Nachbarschaft zum Festivalgelände. Also glücklich ist, wer direkt in erster Reihe campiert und als erster vor der Bühne steht, oder nicht? Jein. Natürlich ist es cool, es nicht so weit zum Infield bzw. nachts wieder zurück zum Zelt zu haben. Allerdings ist es dort, wo viele Menschen entlanglaufen auch immer wahnsinnig voll, dreckig, laut, matschig oder staubig und anfällig für fiese Streiche. Unser Tipp lautet daher: goldene Mitte! Nein, nicht mitten auf dem Zeltplatz, wo man das Zelt garantiert nicht wiederfindet oder nachts über 100 Leinen stolpert. Zentral in Richtung Eingang mit etwas Abstand zu den Haupt-Laufwegen und einige Meter von den Dixies entfernt – dann wird das auch was mit dem perfekten Festivalwochenende!

Nr. 5: Der Baum, mein Freund!
Nicht jedes Zeltplatzgelände gibt es her, aber wir sprechen hier ja auch vom Idealfall. Und in einer perfekten Welt platziert ihr euer Zelt ganz galant unter einem schönen, kräftigen Baum, der euch Schatten spendet, vor Regen und Wind schützt und gleichzeitig noch etwas Platz bietet, um die Hängematte, die Wäscheleine oder die Slackline auszubreiten. Aber aufgepasst! Dem Baum sollte es nach dem Festival mindestens noch genauso gut gehen, wie davor

Nr. 6: Was, wo jetzt genau?
Was nützt der beste Zeltplatz, wenn man ihn nachts nicht findet. Gehst´mittags los, es ist hell, kommst´ abends heim, im Dunkeln – schon sieht der Weg ganz anders aus. Ist der perfekte Zeltplatz erstmal gefunden, sollte also auch keine Mühe gescheut werden das Zelt möglichst sichtbar zu gestalten: Eine ausgefallene, hohe Fahne, Luftballons, LED-Lichterketten… Das fällt auf und verbreitet automatisch gute Laune! Und wer wirklich sicher gehen will, der checkt zusätzlich noch unsere Tipps zum Suchen und Wiederfinden oder unsere Auflistung der besten Apps auf Festivals!