Sommerzeit ist Festivalzeit! Das bedeutet gute Musik am laufenden Band, unvergessliche #WOWMOMENTE mit tollen Menschen, Spaß und ein Wochenende voller Party. So weit, so gut. Für viele bedeutet Festival aber auch Bier, Dosenravioli und 5-Minuten-Terrinen. Dabei ist es gar nicht so schwer, halbwegs gesund und mit wenig Aufwand durchs Festivalwochenende zu kommen! Die richtige Planung ist das A und O!

Auf der Anreise zum Festival noch eben anhalten und fix einkaufen? Ist natürlich möglich, allerdings nicht die cleverste Variante. Viele Köche verderben den Brei, heißt es so schön. Und wenn fünf Freunde durch einen Supermarkt pilgern, dann landet meistens wirklich vieles im Wagen – aber nicht unbedingt das Gesündeste. Daher lautet der erste Tipp: vorplanen, Liste machen und den Einkauf schon vor Anreise abhaken. Zentrale Fragen sollten hier sein:

Wie viele Tage bin ich auf dem Festival?
Die meisten Festivals starten am Freitagnachmittag, also Anreise am Freitagvormittag nach dem Frühstück. Zurück geht es für einige schon Sonntagabend oder aber am Montagmorgen. Macht also:

Freitag: Mittag, Abendbrot + Snacks
Samstag: Frühstück, Mittag, Abendbrot + Snack
Sonntag: Frühstück, Mittag, Abendbrot + Snack
Montag: Frühstück (on the Go)

Was möchte ich essen?
Natürlich weiß ich donnerstags noch nicht, worauf ich Sonntagabend Lust habe. Daher sollten Gerichte, die quasi immer gehen, in die engere Auswahl wandern. Stichwort: Porridge, Pasta & Stullen!

Welche Zutaten benötige ich dafür?
Pasta lässt sich beliebig aufwerten und der Kreativität sind im Grunde keine Grenzen gesetzt. Beim Festival gilt aber: Keep it simple! Pasta mit Pesto sind absolut easy zu machen und definitiv besser als Ravioli… Oder?

Welches Equipment muss ich einpacken?
Die Küchenausstattung fürs Festival ist schnell gepackt: Campingkocher, Topf/Pfanne, Besteck und Geschirr. Fertig.

Wer aus meiner Festivalcrew könnte sich an meinem Essen vergreifen wollen?
Du musst natürlich damit rechnen, dass dein Nicht-Fast-Food das Interesse der anderen auf sich zieht. Vielleicht einigt ihr euch im Vorhinein, dass ihr zusammen kocht? Dann muss der Einkauf nur dementsprechend größer ausfallen!

Generell gilt: 5-Gänge Menüs sind auf dem Festival natürlich total fehl am Platz!  Schnell muss es gehen, nicht so viel Platz im Auto wegnehmen und obendrein auch noch Zutaten enthalten, die sich ein paar Tage halten – bei Hitze, Regen, Sturm und Eis. Wie wäre es also zum Beispiel mit…

Porridge
Super schnell gemacht, super leicht aufgepeppt, super lecker! Einfach Haferflocken mit heißem Wasser oder Milch übergießen, ein paar Minuten quellen lassen und mit frischem Obst und Nüssen toppen. Schmeckt 1A und gibt Kraft für den langen Festivaltag!

Pasta mit frischem Gemüse
Die Alternative zu Dosenravioli: Pasta kochen, passierte Tomaten erwärmen und frisches Gemüse darin weichköcheln – fertig! Wem das zu aufwändig ist, der greift zu Pesto!

Couscous Bowl
 Nudeln sind easy, Couscous ist easier! Einfach mit heißem Wasser aufgießen oder in Tomatensoße auf dem Kocher quellen lassen und dann mit allem, was sich so finden lässt, toppen – schon hat man eine leckere Bowl! Gerade Sonntagabends eine gute Wahl, um kurz vor der Abreise noch schnell die letzten Zutaten zu vernichten…

Nina Marleen´s Einkaufsliste

Vollkornnudeln
Pesto / passierte Tomaten
Gemüse (Möhren, Paprika, Gurke, Mais)
Obst (Bananen, Melone, Apfel, Ananas)
Couscous
Brot + was für oben drauf
Eier (Achtung, die können a) schnell kaputt gehen b) bei Hitze nicht draußen gelagert werden)
Haferflocken
Reiswaffeln
Nüsse
Riegel (Protein oder Müsliriegen)
Gewürze: Salz, Pfeffer, Chili
Öl

Das klingt doch machbar, oder? Natürlich sollte man das Festival aber auch Festival sein lassen und nicht den ganzen Tag Kochlöffel schwingend auf dem Zeltplatz verbringen. Gott sei Dank geht der Food Trend auf den meisten Festivals mittlerweile aber auch schon mehr und mehr zu „Fit Food“ über und bietet neben Currywurstbude und Pizzatempel auch gesunde Alternativen: gefüllte Kartoffeln, Salate, Suppen, belegte Brote – es lohnt sich, mal einen Gang übers gesamte Gelände zu machen und die Möglichkeiten auszuchecken! Und hey, so ein paar Cheats sind doch auch okay…

Unsere Gast-Autorin Nina Marleen bloggt seit mehreren Jahren auf NINAMARLEEN zu den Themen Fitness, Food & Ernährung und lässt ihre Follower auf Instagram an ihren Daily Food & Trainings Routinen teilhaben. Die Bremerin ist bekennende Festivalgängerin – sie war sage und schreibe 11! Jahre in Folge auf dem Hurricane Festival – und absoluter Profi, wenn es ums Thema Festival Food geht! Für unser what to eat with less cheat Special hat sie uns verraten, wie sie es schafft halbwegs gesund durchs Festivalwochenende zu kommen.